3 Pools, 2 Wettkämpfe, 1 erfolgreicher Verein: TuR

29. September 2019

Kindersachsenpokal Riesa

… aber der Reihe nach.

Am Samstag, den 28.9., machte sich ein kleines Grüppchen schon früh auf nach Riesa zum „Internationalen Double Pool Meeting“. Der Vormittag fand auf der 50m-Bahn statt. Tim schwamm 50m und 100m Brust. Er zeigt viel Einsatzfreude, verbesserte Technik und großen Kampfgeist. Die gewonnen Wettkampferfahrungen wird er gut bei seinen nächsten Herausforderungen nutzen können. Dirk (Trainer) und Kirsten (Kampfrichterin und Trainerin in Personalunion, da wir sonst nicht hätte starten dürfen – lieben Dank dafür) waren sehr zufrieden. Unser „Leitwolf“ (oder besser „Leitbär“) Urs nutze die Chance zur Formüberprüfung und erbrachte neuerlich den Nachweis, dass es in Sachsen keinen besseren Brustschwimmer gibt als ihn. Er gewann eindrucksvoll und mit wenig Mühe, sowohl die 50m wie die 100m Brust und sicherte sich damit den Mehrkampftitel in seiner Altersklasse (großer Nudelrucksack) wie in der offenen Klasse (Geldpreis).

Am Mittag stießen dann noch weitere Sportler (samt Eltern/Trainer) dazu. Es wurde auf die 25m-Bahn gewechselt. Auch hier waren Mehrkampfleistungen gefragt. Sie bestanden aus den 100m Lagen, 50m und 100m der gewählten Hauptlage. Colleen schwamm hier in der Rückendisziplin Bestzeit um Bestzeit. Besonders hervorzuheben sind ihre 100m Rücken, da pulverisierte sie Ihre Bestzeit um über 8 Sekunden! Lara trat ebenfalls über Rücken an, hatte aber das Pech als jüngerer Jahrgang gewertet zu werden. Es wurden immer 2 Jahrgänge zusammengewertet. Ein bisschen schüchtern zwar, aber hochmotiviert, steigerte sie ihre gerade erst in Kamenz (siehe Bericht) erreichte Bestzeit über 50m nochmals und wurde hervorragende Dritte. Das gleiche Kunststück (3. Platz) gelang ihr auch über die 100m mit 4 Sekunden Steigerung.

Dem Brustmehrkampf stellten sich Florian, Isabell, Lena, Luisa, Tim und Urs. Florian steigerte sich von Lauf zu Lauf. Er verbesserte zusehends seine Wendentechnik und der Lohn war eine tolle Bestzeit über 100m Brust. Gut gemacht! Isabell trat leider etwas geschwächt an, aber sie explodierte förmlich über die 100m Lagen. Sie schwamm 11 Sekunden (!) schneller als jemals zuvor. Lena machte an diesem Tag die größten Fortschritte. Sie steigerte sich in allen Strecken auf fast sensationelle Bestzeiten und gewann (trotz das auch sie der jüngere Jahrgang war) gleich 2mal den 2. Platz. Das brachte nicht nur die Trainer zum Staunen. Hammer! Luisa hatte sich sehr viel vorgenommen. Sie schwamm in allen Bruststrecken Bestzeit. Wenn sie jetzt noch die Wenden besser gestalten kann, dann wird sie bald sogar einigen Sportschülern das Fürchten lehren. Tim schwamm über 50m zu einer superschnellen neunen Bestzeit und knackte erstmals die Minute. Das war Extraklasse. Urs hatte aber noch großes vor. Er gewann eindrucksvoll sowohl die 50m als auch die 100m in sensationellen Zeiten. Über 50m knackte er sogar die magische Schallmauer von 28 Sekunden! Mit diesen Leistungen war er wieder einmal der König des Brustschwimmens und mit seinen 50m auch der Chef der Veranstaltung. Er gewann den Mehrkampftitel in seiner Altersklasse (großer Nudelrucksack), wie in der offenen Klasse (Geldpreis) und die punktbeste Leistung der gesamten Veranstaltung (Geldpreis). Wir sind sehr stolz, dass du für uns schwimmst. #krassnass

Natürlich soll nicht unerwähnt bleiben, dass Urs auch den Schmetterlingsmehrkampf bestritt. Hier wurde er 2. in seiner Altersklasse und in der offenen Wertung (Geldpreis). Auch dazu unsere Glückwünsche – vor allem vom Trainerteam.

Den Freistilmehrkampf nahm Stella in Angriff. Sie unterbot über 50m sowohl ihre Bestzeit wie auch die 40 Sekunden-Marke – Super! Über 100m folgte die nächste Bestzeit. Mach weiter so!

Wenn man die Jahrgänge einzeln betrachtet, waren sowohl Lara wie Lena die Stärksten in ihrem Jahrgang und Lage. Ihr wart Klasse Mädels!

Das Trainerteam war somit quasi nur am Loben und die kleineren Hinweise zur Technik wurden auf den nachfolgenden Strecken immer sofort umgesetzt.

#KrassNass

Sonntag hieß das Ziel: Plauen. Hier fand das Finale des Kindersachsenpokals statt. Im letzten Wettkampfjahr 2018/2019 hatten sich 3 TuRler unter die besten 20 Sportler in ihrem Jahrgang geschwommen. Hochmotiviert wollten Johanna, Lukas und Jule das Bestmögliche erreichen, aber die Vorzeichen dafür waren leider nicht ideal.

Jule konnte nur gesundheitlich angeschlagen anreisen, so dass ihr hervorragender 2. Platz über 100m Freistil für großer Verwunderung bei Trainern, Sportlern, Konkurrenz und Fans sorgte. Angespornt von dieser Leistung legte sie über 100m Rücken gleich noch eine Bestzeit nach. Über die 100m Brust konnte sie, dank der eingeschränkten Atmung, leider der Konkurrenz nicht wie erhofft Paroli bieten und fiel in der Pokalwertung etwas zurück. Nach großem Kampf über 200m Lagen schaffte sie aber noch den 4. Platz in der Mehrkampfwertung. Glückwunsch und gute Besserung!

Lukas wollte endlich wieder Bestzeiten und die schaffte er auch. Hochkonzentriert setzte er die Hinweise des Trainers um und schwamm über 50m Freistil ne 42. Auch über 50m Rücken konnte er sich steigern und wurde sogar 11. – Klasse bei der starken Gegnerschaft. Auch die 50m Brust endeten nach großem Kampf seinerseits mit einer tollen Zeit. Über die 100m Lagen waren dann die letzten Kraftreserven erschöpft. In der Endabrechnung wurde er hervorragender 13. Mach weiter so!

Johanna reiste als Favoritin an, denn sie hatte in allen Qualifikationswettkämpfen die meisten Punkte geholt. Ihre Gegnerinnen (und vor allem deren Trainer) hatten den Trainingsumfang erheblich gesteigert, so dass sich schon nach dem ersten Wettkampf ein 4-Kampf (Hainsberg, Chemnitz, Weixdorf, Dresden) herauskristallisierte. Über die 50m Freistil zeigte sie eine verbesserte Technik, aber vergaß das schnelle Wenden und verschenkte hier 2 Sekunden. Eine Bestzeit sprang trotzdem heraus. Gesamtwertung knapp Dritte, 3 Punkte hinter der Zweiten. Über 50m Rücken wurde sie ihrer Favoritenrolle voll gerecht und hatte schon nach der Wende zwei Längen Vorsprung auf die Mitstreiter – Bestzeit. Gesamtwertung nun knapp Zweite, 3 Punkte hinter der ersten. Über 50m Brust zeigte sie beeindruckende (vor allem) technische Verbesserungen und verhinderte so, dass die anderen sich punktemäßig absetzen konnten. Natürlich in toller Bestzeit. Gesamtwertung noch knapp Zweite, aber die Dritte und Vierte waren nur jeweils 5 Punkte dahinter und die Erste etwas enteilt. Nun musste die Taktik über die 100m Lagen durch den Trainer der neuen Situation angepasst werden. Johanna wollte unbedingt gewinnen. Dank dieses Willens konnte sie sich schon über die Schmetterlingsdistanz absetzen und über Rücken ihren Vorsprung so ausbauen, dass sie in Brust nicht eingeholt wurde. In Kraul spielte sie dann ihre technische Überlegenheit aus. Nun hieß es bangen, ob die Punkte auch für den Gesamtsieg reichen sollten. Nach einer gefühlten Ewigkeit (ca. 30 min) kannte der Jubel bei Mama, Trainer, Sportlerin und Team keine Grenzen mehr.

Sowohl Fans wie der Trainer sind auf Grund dieser Spannung um mind. 5 Jahre gealtert.

#KrassNass