Über Norwegen, Stockholm, Windi und Heimtrainingslager nach Berlin

12. Juli 2019

Das Trainingsteam im Arnoldbad mit den USV Masters

Während für die meisten Sportler das Windi am letzten Wochenende bereits der Saisonabschluss war, laufen bei mir die Vorbereitungen auf die Deutschen Meisterschaften vom 1.8.-4.8. in Berlin auf Hochtouren.

Begonnen haben meine finalen 7 Vorbereitungswochen am 18.6., als ich ins Flugzeug nach Norwegen stieg. In Skjetten (in der Nähe von Oslo) trainierte ich bei meinem Vater und seiner Trainingsgruppe einige Tage mit. Trotz der höheren Belastung, durch mehr Training als gewöhnlich, konnte ich beim Wettkampf am Samstag den 22.6. beim Freibadwettkampf von Skjetten die Mehrkampfwertung mit der Punktbesten Leistung gewinnen. Am Tag darauf folgte ein ruhigeres Training am Morgen und anschließend die Abfahrt in das Trainingslager nach Drammen. Bei schönem Wetter und tollen Bedingungen im Draußenbecken und in der Halle, konnte ich optimal mit 3 weiteren norwegischen Vereinen mein Training intensivieren. Die Fokussierung auf das wesentliche -Technik und hohe Belastungen- sorgten dafür, dass ich bereits im Training schnelle Zeiten schwimmen konnte und top motiviert am Donnerstag nach der Morgeneinheit, mich auf den Weg nach Stockholm machen konnte. Im legendären Eriksdalbadet (Austragungsstätte des Weltcups und der Stockholm Open) fand der HEAD Sommercup von Freitag, dem 28. Juni an statt.

Obwohl ich mit meinem Wassergefühl nicht 100%ig zufrieden war, zeigten die Bestzeit über 50m Schmetterling (25,82) und die Saisonbestzeit über 200m Lagen, dass das harte Training gewirkt hatte. Auf den 50m und 100m Brust merkte ich zwar noch die harten Tage zuvor, konnte mit 28,90s und 1:05,4 min aber sehr zufrieden sein. Am Montag stand dann nach einer späten Rückreise wieder der Alltag und eine normale Trainingswoche bis zum Windi an. Beim Schwimmfest am Windberg konnte die gesamte Tur Mannschaft eindrucksvoll beweisen für was sie die gesamte letzte Saison hart gearbeitet hatte. Es folgten viele Bestzeiten und die Stimmung unter den Sportlern, Eltern und Trainern war spitze. Ich konnte mit einem neuen Verantstaltungsrekord über 50 Brust und zwei knapp verpassten auf den anderen Bruststrecken, sowie dem Mehrkampfsiegen über Brust und Schmetterling, zeigen, dass ich deutlich effektiver als in der letzten Saison trainiert hatte.  Das Highlight folgte dann am Sonntag. Tur hatte es geschafft insgesamt 5 Sportler in die Mehrkampffinals zu bekommen. Mit einer überragenden Willensstärke, vor allem auf den letzten Metern, und toller Technik holten wir insgesamt (2x Gold und  2x Bronze).  Während sich die meisten Sportler danach in den Urlaub verabschiedeten, waren für mich die letzten 4 Wochen angebrochen. Seit letztem Montag trainiere ich mit einer kleinen Gruppe des USVs zusammen. Robin, Phil und Werner bereiten sich auf die Masters WM in Süd-Korea vor und verlassen sich genau wie ich auf die Erfahrung und Kompetenz meines Vaters: Dirk Bludau. Wir haben insgesamt 4 Wasserzeiten pro Woche zur Verfügung und man kann die professionelle Atmosphäre und gute Stimmung bei jeder Einheit spüren. Diese Kooperation mit dem USV, mit denen wir Wasserfläche und Trainerkapazitäten teilen, ist ein hervorragendes Beispiel, wie jeder seine Stärken bündeln und gemeinsam zum Erfolg kommen kann.
Ich möchte mich auf diesem Wege noch bei meiner Trainingsgruppe, den Trainern und Betreuern des SVW TuR und ganz besonders bei meinen Eltern für die letzte Saison bedanken. Ohne euch alle wäre ich jetzt nicht in der Vorbereitung auf die deutschen Meisterschaften! Ich wünsche schöne Ferien und werde mich nochmal nach der DM melden.

Urs Bludau